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Projekttag Wetter X-Treme – Die zweite Erprobung

Im Dezember ging es für uns – die Jugend-Umweltstation des KjG-Haus Schonungen mit unserem inklusiveren Programm Wetter X-Treme zu den fünften und sechsten Klassen der Giechburgschule in Scheßlitz. Bei diesem Programm dreht sich alles um die Themen Klimawandel und Extremwetterereignisse.

Am ersten Tag hieß es für die Schüler*innen ab nach draußen und Wetter fühlen. Zurück im Klassenraum wurden dann Koffer gepackt – einmal für Italien und einmal für die Arktis. So wurde ganz spielerisch der Unterschied zwischen Wetter und Klima geklärt. Wie sich nun das Klima über die Jahrhunderte hinweg verändert hat und warum die Veränderung im menschengemachten Klimawandel plötzlich so schnell passiert, konnten die Kinder und Jugendliche mithilfe von zwei Musikstücken und Zeichnen nachempfinden. Schon waren die Grundlagen geklärt. Richtig spannend wurde es, als es dann endlich um die „wilden Wetter“ (Extremwetterereignisse wie Hitze, Starkregen und Stürme) ging, die eben durch den Klimawandel zunehmen. Eine Abstimmung zeigte, dass alle Schüler*innen mindestens von einem der Extremwetterereignissen im Alltag mitbekommen hatten. Einige hatten eine Überflutung oder Dürre selbst miterlebt und berichteten davon. Damit war klar, dieses Thema hat (leider) einen echten Bezug zur Lebenswelt der Kinder.

Anschließend beschäftigten sich die Schüler*inne an drei Stationen genauer mit den Themen Hitze, Überschwemmung und Klimagerechtigkeit und vor allem der Frage, was wir den Extremwettereignissen entgegensetzen können.

Die Schüler*innen machten sich mit den verschiedenen Themen vertraut, indem sie in Versuchen herausfanden, welcher Boden bei einer Überschwemmung mehr Wasser aufnimmt und welche Art von Flußlauf eine Überschwemmung begünstigt. Auch überlegten die Schüler*innen gemeinsam, wie eine Stadt vor Hitze geschützt werden könnte und setzen dies in einem Modell um. Dann betrachteten die Lernenden der Klassen 5 und 6 eine Weltkarte zur Klimagerechtigkeit und überlegten gemeinsam, was sie gegen Klimaungerechtigkeit tun können.

Am nächsten Tag ging’s dann um Lösungen vor Ort. Die Schüler*innen sammelten tolle Ideen zur Frage: Was können wir ganz konkret in unserer Region den Extremwetterereignissen entgegensetzen und was gegen den globalen Klimawandel tun? Inspiration hierfür lieferten ein paar Best-Practice Beispiele (also Städte, die schon wichtige Maßnahmen ergriffen haben) und die eigene Kreativität der selbst entworfenen hitzeresistenten Städte der Vortage.

Es blieb jedoch nicht bei den theoretischen Lösungsansätzen und Ideen der Schüler*innen – ein bisschen Realität wurde mit einem Besuch durch die Umweltbeauftragte des Landkreises Bamberg, Frau Klemisch und die Klimabeauftragen Frau Rittmeier ins Klassenzimmer geholt. Sie beantworteten Fragen der Schüler*innen und erzählten von ihrer Arbeit.

Die Schüler*innen teilten ihr neu gewonnenes Wissen und machten Vorschläge,wie einzelne Bereiche im Landkreis und ihren Heimatortenbesser auf Extremwetterereignisse vorbereitet werden können.